Fahr Sindram im AnimeY Interview! - Special
Die 26 jährige Berlinerin Fahr Sindram zeichnet Mangas und machte sich durch ihre CINEMA BIZARRE Bilder von sich Reden. Für ihr Erstlingswerk LOSING NEVERLAND, dass beim Butter&Cream Verlag erschien, erhielt sie eine Ehrung der Bundesregierung und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung. Bald erscheint der zweite Band zu LOSING NEVERLAND und aus diesem Anlass hat ANIMEY Mitarbeiter MILLUS die Zeichnerin Fahr Sindram interviewt.

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Millus: Du bist gerade dabei Losing Neverland 2 zu beenden. Wie fühlst du dich?

Fahr:
Erleichtert, nervös, müde, weil ich es endlich geschafft habe. Ich hatte im Herbst 2006 schon wieder damit begonnen, war dann aber krank geworden, dann kam das Kinderbuch dazwischen! Ich hoffe das die Story auch für den Leser etwas tiefer gehen wird als in Band 01, und die Entwicklung der Figuren rüberkommt. Diesmal gibt es ja auch, anderes als in Band 01 ein paar Bonus-Stories, die teilweise das LN-Universum erweitern.


M: Gab es Unterschiede beim Schaffensprozess zwischen den ersten und zweiten Teil von Losing Neverland?

F:
Außer das ich krank war, nicht viel. Vielleicht das ich mir mehr Zeit für die Details und auch die Genauigkeit genommen habe. Ich habe auch weniger Chibis eingebaut, einfach weil die Story jetzt ernster wird. Ich werde aber versuchen den Humor beizubehalten.

M: Wie kam aus deiner Sicht der erste Band von Losing Neverland bei den Lesern an? Kannst du auch von einem finanziellen Erfolg sprechen?

F:
Der kam super an – und das nicht nur in Deutschland! Ich sehe ihn als großen Erfolg. Persönlich, mangatechnisch, und auch markttechnisch. Ich bin zwar jetzt nicht superreich, durch mein Vertrag, aber immerhin stehe ich ziemlich auf eigenen Füssen. Der ganze Schnack, man könne nicht davon leben, ist quatsch - wenn man kein Auto fährt!^_____^;;
Was mich freut ist auch der große Zuspruch aus Asien und anderssprachigen Ländern, das spornt an. Ich weiß das wirkt jetzt ziemlich selbstsicher/arrogant, aber es ist nun einmal so, und darauf bin ich stolz!
Klar gibt’s Leute denen ein Werk gegen Shota/Lolicon nicht passt, aber das ist ja logisch!

M: Was würdest du beim ersten Band von Losing Neverland anders machen, wenn du die Zeit zurückdrehen könntest?

F:
ALLES! ^__^Nein, Bullshit, die Story würde so bleiben, aber bei den Zeichnungen würde ich einige gern etwas erwachsener gestalten, die Optik ändern. Es sind aber nur Fehler, die jedem auffallen würden, wenn er auf ein altes Werk schaut. Die Geschichte gefällt mir genauso wie vorher, die Zeichnungen würde ich nur mit dem dazugelernten überarbeiten. Im Grunde ist das aber alles nicht nötig, und auch gut so wie es ist.



M: Losing Neverland handelt von Kindesmissbrauch, Kinderprostitution und behandelt ernste Themen wie Tod und Verlust. In der Öffentlichkeit hast du die Inhalte mancher anderer Mangas kritisiert und du hast heftiges Feedback zurückbekommen. Hast du so etwas erwartet und wie bist du damit umgegangen?

F:
Ja, klar, damit habe ich gerechnet. Das war mir von vornherein klar. Ich will auch mit niemanden kuscheln, und erwarte nicht das meine Gegner meine Meinung einfach schlucken!
Es gibt Grenzen, die überschritten werden, und die heilig sind. Verlage lassen für Geld alles fahren was für Anstand und Sitte wichtig ist. Ich rede hier nicht von „Pfui-Bäh-Nackig“.
Pornografie allgemein, künstlerische Freiheiten sind wichtig, Meinungsfreiheit noch mehr, aber wenn’s ums Sex mit Kindern, oder auch nur Kinder in einem erotischen Kontext geht, hört es bei mir auf. Alle sollten so denken. Ich bin kein Gegner von Yaoi oder Hentai. Ich lese für mein Leben gern Shounen Ai und all so was. Aber Sex mit Kindern ist für mich einfach das ALLERLETZTE!^^;; In Sachen „Anti-Childporn“ fühl ich mich schon wie so’n Outlaw, a la 50 Cent oder was weiß ich für’n Gangster, als würde ich für seltsame Ansichten eintreten. Im Grunde sollte es genau andersherum sein.
Ansonsten reagiert die Masse sehr positiv auf das Ganze, so wie es ja auch anzunehmen ist, und auch bei Missbrauchsopfern trifft der Manga auf hohen Zuspruch. Gerade von dort kommt ja auch das Feedback das wichtig ist, denn grade Menschen die so etwas mitgemacht haben will ich damit erreichen und ein bisschen Respekt zollen.
Der Bundesregierung und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung war es jedenfalls eine Ehrung für mein umsichtiges Denken und meine Nachhaltigkeit wert!^___^


M: Sind Mangas zu sexistisch und gewaltverherrlichend?


F:
O_O IIIh,nein, natürlich nicht! Wer so was sagt gehört geklapst! Manga ist ein Medium wie jedes andere auch, für jeden ist was dabei, und das ist auch gut so!

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M: Die meisten Manga-zeichner (Mangakas) versuchen bei einen großen Verlag unterzukommen. Du bist beim Verlag BUTTER&CREAM gelandet. Was steckt hinter BUTTER&CREAM? Erzähl etwas zum Verlag.

F:
Mir geht’s um die Botschaft, und die konnte ich nicht bei jedem Verlag gefahrlos so zeichnen wie ich wollte. Das System von Butter & Cream ist einfach; Aussage, Anspruch, Qualität ist alles.
Der Manga scheint das zu erfüllen. Ich bin noch lange nicht perfekt, aber ich wage zu behaupten, meine Botschaft ist wichtig. Das umzusetzen, ohne Einflussnahme, gilt mir alles. Ich habe einige Leute in den Wind geschossen, weil die Story in Gefahr gekommen wäre.
Butter & Cream nehmen nur in soweit Einfluss, wie ich Fehler mache, also bei Aufbau oder Anatomie, aber die Story wird nicht angepasst, wie es anderswo der Fall wäre. Das gibt es nicht überall, darum bin jetzt da und nicht woanders. Die Geschichte war schon fertig, bevor ich einen Verlag an sie rangelassen habe.

M: Deine Mangas erscheinen ja nicht nur in deutscher Sprache, sondern auch in englischer Sprache. Und auf der Verlagsseite steht: deine Werke werden auch auf japanisch und französisch erscheinen. Wie ist es zu dieser Idee gekommen und wann kann man damit rechnen?

F:
Ja, das stimmt. In Englisch ist er schon raus, und wurde auch in Frankreich und Japan in der Sprache vorab vorgestellt. Ich weiß das der Manga in Frankreich usw. erscheinen wird, wann weiß ich aber auch nicht.^__^ Das überlass ich lieber den Fachleuten. Das man meinem Manga so begeistert international aufnimmt, macht mich allerdings jetzt schon superstolz!


M: Wenn man deinen Blog liest, erkennt man, dass du viel unterwegs bist, um zu signieren und um deine Mangas vorzustellen. Was war dein schönstes Reise Erlebnis?

F:
Oh, das war in Frankreich , als wirklich französische Fans kamen, die schon Jahre meine Bilder im Internet kannten, und mich noch nie getroffen hatten und total ausgeflippt sind.
Ein weiteres absolutes Highlight war auch das LN in Japan auf einer Messe an nur einem Tag völlig ausverkauft war – das war für mich unglaublich!;_; Der Zuspruch aus Japan ist unfassbar, und ich bin sehr dankbar dafür!
Sonst ist auch noch toll das man anderen Zeichnern auf Augenhöhe gegenübertreten kann, so habe ich mit vielen netten Leuten Kontakt bekommen, wie Barbucci & Canepa, Neil Gaiman oder Zoran Jatjentov. Das wäre sonst bestimmt nicht möglich gewesen.

M: Was war das wichtigste was du in den letzten Jahren als Mangaka gelernt hast?

F:
Das eine Deadline wirklich anrückt man sich nicht einfach ducken kann bis der Knall kommt!^^;;
Ich habe total Angst vor Deadlines;_;!


M: Sprechen wir über deine Arbeitsweise. Zeichnest du klassisch mit Bleistift oder gehörst du zu den Leuten, die direkt am Rechner zeichnen? Und wie wichtig ist der Computer für deine Arbeit?

F:
Ich zeichne auf Papier von Deleter, scanne es ein und Raster dann am PC mit Comicworks und Photoshop.
Der Strich auf Papier ist nicht zu ersetzten, man ist einfach genauer, sieht die Fehler besser. Wenn man analog zeichnen kann, sollte man das tun. Aber aus Zeitgründen greife ich für Farben öfter auf den PC zurück. Manche schwören jetzt ja auf rein digitale Manga, aber das ist für mich nicht mit richtiger Tinte und Papier zu vergleichen. Es ist nicht die gleiche Qualität.


M: Wie sieht so ein Arbeitstag bei dir aus?

F:
Ich stehe auf, esse Frühstück und gehe mit ´nem Tee an den Arbeitstisch, bis 18:00 Uhr, dann check ich Mails, und wieder ab zum Arbeitstisch bis 02:00 Uhr nachts. So sieht’s jedenfalls im Idealfall aus.

M: Hast du Lieblingsstifte mit denen du sehr gerne arbeitest?

F:
Nee, so was gibt’s nicht. Ich arbeite mit allem was geht. Wichtig ist, beim Zeichnen die gleiche Technik zu verwenden. Also mitten im Manga eine neue Technik testen, oder den Stift wechseln, davon bin ich geheilt.

M: Welche Künstler oder Werke haben dich am meisten beeinflusst?

F:
Uii, das sind echt viele. Zeichnerisch von Leuten wie Barbucci & Canepa, Jeff Smith, Wendy Pini oder Kaori Yuki. Beim Erzählen waren es Autoren wie Pratchett oder Gaiman und Tolkien, die viel Einfluss hatten.


M: Was ist dein Lieblingsmanga?

F:
God Child, ungebrochen seit 8 Jahren. Da heul ich, wie beim ersten Lesen, immer wieder.


M: Wie bist du eigentlich zum Zeichnen gekommen? Wann hast du dich berufen gefühlt die Welt als Mangaka zu erobern?

F:
Na, erobern. Ich hoff meine Werke werden berühmter als ich, sonst hätte ich lieber Schauspieler werden sollen. Nein, eine Berufung war nicht da, aber ich wollte Geschichten erzählen, komme was wolle. Vielleicht nicht als Mangaka aber bestimmt mit Bildern dazu!

M: Du bist ein Teil der deutschen Manga Szene. Die meisten Mangafans kennen dich. Was gefällt dir und was gefällt dir nicht an der Manga Szene?

F:
Gefallen tut mir das unsere Szene sehr klein ist. Jeder kennt jeden, durch Animexx, oder Animey oder andere Seiten, oder von Cons. Da geht’s viel herzlicher zu, als in anderen Ländern. Es gibt kein Elitedenken, jeder mit Talent kann morgen schon Mangaka sein, und mancher Mangaka hört mit dem Job auf, und wird wieder ganz normaler Manga-fan. Das finde ich sehr positiv.
Negativ finde ich die Entwicklung zum Gruppendenken, das wird immer stärker. Und der Neid wird auch immer größer, statt Teamwork gibt es immer öfter Leute, die die Szene für sich behalten wollen, wie im Visual Kei zum Beispiel. Ich war auch einmal ein Visual-Neuling, und man hat mich mit offenen Armen aufgenommen, heute ist das nicht mehr so, viele Neu-Visus werden angemacht, beim Manga ist es genauso.

M: Die Manga Zeichnerszene ist berühmt für ihre Lästerei und Neid-Ausbrüche. Oft kommen sehr bekannte oder weniger bekannte Zeichner/innen auf einen zu und wollen einen vor bestimmten Personen „warnen“ und lästern sich einen Ast ab. Das es oft Lügen und Verdrehungen der Wahrheit sind, kann am Ende kaum einer beweisen. Oft kommt es soweit, dass manche Zeichner/innen schlecht über andere bei Verlagsleuten reden, um so anderen eins auszuwischen oder deren Karriere zu boykottieren. Wie gehst du mit so etwas um?

F:
Ja, das wird immer stärker, und fällt bestimmt unter genannten Neid. Ich selbst habe in den letzten Monaten erlebt das Kollegen mich auf einmal runtergemacht haben, öffentlich, privat oder vor anderen, die ich sogar gut leiden konnte, und ich nur mit Respekt behandelt habe. Ich konnte mir das erst auch nicht erklären, aber es MUSS Neid sein, auch wenn diese Leute Erfolg haben. Vielleicht bekommen manche einfach einen Höhenkoller. Tatsache ist, manche versuchen mir auf einmal ans Bein zu Pinkel, und ich weiß nicht mal warum. Die Mangaszene wird immer mehr zur Bronx, das ist meine Meinung!
Wenn mich jemand ins Vertrauen zieht, weil ihm etwas ähnliches passiert, dann fühle ich mich geehrt und respektiere dieses Vertrauen, werde deswegen aber noch lange nicht großen Alarm schlagen, und mich in Kriege reinziehen lassen, die mich vielleicht so gar nichts angehen. Streit ist privat, und ich finde alle sollten das so sehen. Ich jedenfalls tu das.
^__^ Andere Leute bei Verlagen oder öffentlich schlecht zu machen ist allerdings GANZ ÜBEL, und VOR ALLEM „Unprofessionell“!


M: Der große Manga Boom ist seit einiger Zeit schon vorbei. Viele erzählen das der Markt für Mangas zusammenbrechen wird. Zuviele Mangas, zu teuer und es fehlen Highlights wie DRAGONBALL. Was denkst du darüber?

F:
Ach, das legt sich bestimmt alles auch wieder. Es ist doch schön wenn es für jeden die passende Serie gibt! Vielleicht erholt sich ja auch der Comicmarkt, und kann neben dem Manga, wenn der abgeflaut ist, existieren.


M: Was ist dein peinlichstes Erlebnis als Zeichner?


F:
Oh, ich kann mich manchmal vor Messestress nicht an alle Namen erinnern, und sag zu Hans schon mal Peter!^^;; Das heißt aber nicht das ich die Leute nicht mehr kenne, aber es macht nicht gleich „Klicks“!


M: Wenn du nicht Mangas zeichnen würdest, was würdest du tun?


F:
Ich wäre gern Sängerin in einer Visual Kei oder Batcave-Band!^^;; Daran arbeite ich auch grade, oder besser ich plane das!


M: Mit welchen Künstler würdest du gerne mal zusammenarbeiten?


F:
Mit einigen, und mit ein paar wird das sogar in nächster Zeit passieren!^^;;
Diesen Monat kann ich mir endlich einen Traum erfüllen, ich werde mit der neuen Band „Cinema Bizarre“ zusammenarbeiten, und sie als Mangafiguren umsetzten – so etwas wollte ich schon immer machen. Und weil Strify und Co auch noch alte Freunde von mir sind, macht’s gleich noch doppelt Spaß!

M: Wie kam es zur Zusammenarbeit mit CINEMA BIZARRE und was erwartet uns? Ein richtiger Manga?

F:
Die Zusammenarbeit entstand eigentlich schon sehr früh, da ich die Band schon privat (das heisst Strify und Shin) seit einigen Jahren kenne, und wir immer wieder gemailt und uns auf Cons getroffen haben. Als die Jungs anfingen eine Band zu formieren, in der es stark um den Visual Kei-Stil, und ihre Liebe zum Manga geht, lag es im Grunde auf der Hand jemand auszuwählen dem sie vertrauen. Das bin sozusagen ich. CB wollen Stück für Stück ihre Manga-Präsenz ausbauen, erst einmal sind die Jungs als Manga-Charas geplant, und weitere Sachen der Art werden in Kürze folgen, aber mehr darf ich noch nicht sagen.

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M: Magst du die Musik von CINEMA BIZARRE?

F:
Ja, total! Und nicht nur weil ich die Jungs kenne und als Menschen sehr schätze. Viele meckern ja rum, die machen den Visual Kei kaputt, oder das ist doch keine Visual Band! Wollen sie ja auch nicht sein, sie machen Glam, und auch noch verdammt guten! Um ehrlich zu sein, ich wusste bis vor ein paar Jahren nicht mal das mein Strify singen kann. Als sie mir dann was vorspielten dachte ich echt, ich hör da Negativ, HIM oder The Rasmus.
Ich war total umgehauen!
Wir haben einfach nie über Musik gesprochen, mehr über Animes und Mangas.

M: Wird es zukünftig eine weitere Zusammenarbeit mit der Band geben oder vielleicht mit anderen Bands?

F: Ich werde und will auch weiterhin mit der Band zusammenarbeiten. Ich tu es aber vor allem weil Cinema Bizarre die erste Band ist, hinter der ich auch stehen kann. Andere Bands würde ich glatt abweisen *lach*! Außer Tori Amos, das ist eine Künstlerin die ich totaltotaltotal bewundere!


M: Kannst du ein Instrument spielen oder singen?

F:
Also, ich hab ein Akkordeon, eine Geige, ein Piano, eine Gitarre, 2 Flöten, eine Bongo, mehrere Harmonikas, und lauter Software: dennoch kann ich nur Singen! Aber das rockt natürlich!^^ Ich war schon in mehreren Bands, die mehr oder weniger alle SANG UND KLANGLOS untergegangen sind, noch bevor etwas aufgenommen wurde - aber unsere lyrics waren wirklich immer unglaubich stark, nur das Fleisch war schwach. Diesen Winter will ich aber noch einmal von vorn anfangen, mit meinem lieben Freund Guido Neukamm(Tokyo Pop,ComicWerk, und ein unglaublich großartiger Sänger! Er hat eine der besten Bands der Welt - wie immer hat das keiner mitbekommen!).


M: Welche Mangafigur würdest du gerne sein?

F:
NANA, weil sie einen Tisch zimmern kann!

M: Du zeichnest ja nicht nur Mangas. Du hast auch ein Kinderbuch gemacht. Was ist schwerer gewesen, dein Manga oder das Kinderbuch?

F:
Das Kinderbuch! Gott sei dank musste ich es nicht alleine schreiben, da hatte ich Hilfe von meinem Co-Autor Walther Hans, aber das Zeichnen war eine schlimmere Arbeit. Es sollte den Kindern ja für lange gefallen, und immer wieder gelesen werden, das ist ein hoher Anspruch!

M: Was für Ziele hast du mit deiner Kunst? Was möchtest du noch im Leben erreichen?

F:
Ich möchte das LN vielen hilft die Welt aus der Sicht eines Missbrauchsopfers zu sehen, und so mehr über ihre Taten nachzudenken. Ich würde mir wünschen das viele Menschen von LN erreicht werden. Nya, und eine Anime-Serie, einen Realfilm und ein Musical von LN wären doch super^__^! (Natürlich nur wenn sie den ernsten Kern der Aussage bewahren!)

M: Viele fragen mich oft, ob FAHR SINDRAM dein echter Name ist. Ist das dein echter Name und wenn ja, woher stammt er oder hat er eine bestimmte Bedeutung?

F:
Ja, das ist tatsäachlich mein richtiger Name, auch wenn Fahr nicht mein erster Vorname ist. Fahr bedeutet irgendwas Indisches, aber frag nicht was. Sindram bedeutet „der auf dem Weg ist“, und ist glaub ich ein schwedischer Nachname, im Gefolge von Dietrich von Bern gab es schon Sindrams, zum Beispiel!
Es gibt viele Sindrams auf der Welt, und mit denen bin ich auch fast immer verwandt, mal um mehr, mal um weniger Ecken!


M: Du ziehst dich oft sehr extravagant an. Welches ist dein Lieblingsoutfit oder Kleidungsstück? Und was würdest du niemals anziehen?

F:
Ich würde niemals nie sagen, dazu hab ich schon zu viele Ideen anfangs nicht gemocht, und hab mich nach Jahren dann doch dafür begeistern können. Meine Lieblings-Outfits trage ich öfter, eine bestimmte Bluse von Zara, einen Rock den ich Second-Hand gekauft habe. Ich lege keinen Wert auf Marken, versuche mir aber vieles aus der Lolita-Bibel oder Fruits nachzunähen, oder irgendwo aufzutreiben.
Beim Gothic und Lolita gefallen mir die Dandy-Sachen, oder der Punk-Lolita-Style. Ich stehe aber vor allem auf die ganzen verschiedenen Spielarten des Visual Kei-Styles.
Wenn ich ein Label nennen müssten dann wär’s halt Vivienne Westwood oder Putumayo, die machen tolle Sachen. Das kann man mit Fantasie aber auch alles selbst machen!^.^;; Für mich kommt es auf den Style an und nicht ob das Etikett stimmt.
Nya, ich habe eine schwäche für Vivienne-Fakes!;__;



M: Wenn du drei Wünsche frei hättest, was würdest du dir wünschen?

F:
4 Arme, einen Tag mit 48 Stunden, jetzt wünsche ich mir erst einmal einpaar mehr wünsche (HAHA!), eine 11 Tage Woche, und das LN vielleicht schon fertig wäre.

M: Ich nenn dir 7 Namen von Personen aus der Mangaszene, die dir bekannt sind und du sagst mir spontan was dir zu ihnen einfällt.
1. Anike Hage:

F: ist wahrscheinlich Einzelkind, und informiert sich bestimmt grade über Copyright und Winterreifen. „Fussball-Fieber“
2. Asu:
F: ist eine„Ein-Mann-Rockband“ ohne Orchester, „Zuckerkirschen“, „Emo-Power“.
3. Pink Psycho:
F: sind „Visual“ ,kommen aus Kiel, das weckt Nationalstolz, egal wie das klingt! *Schleswig-Holstein-Fahne raushäng*
4. Nana La Banana:
F: hat einen wirklich (!!!) wichtigen Manga, gezeichnet, den eigentlich alle kennen sollten, von dem aber kaum einer weiss! „Hotpants & Strumpfhosen!?!“
5. Michael “Mille” Möller:
F: liebt Pfannkuchen, und hat 2 Katzen. „The day I swapped my Mille for two Goldfish”!
6. Nina Werner:
F: hat mir schon oft geholfen, hat einen Hund, und ich nicht. BJD, „Sondermann“.
7. Robert Labs:
F: sollte endlich wieder einen Manga/Manwha/Comic-Vertrag haben, egal wo, nur so schnell es geht! „Vulga-Beachboy!“, „Brother in Arts“.

Du hast spontan gesagt, also bitte nicht nach einem Sinn suchen!^^;;


M: Was würdest du Nachwuchszeichner raten?

F:
Lernt was anständiges, hier oben ist das Klima so beschissen!^____^


M: Können sich andere Zeichner beim Verlag BUTTER&CREAM bewerben?

F:
Das hoffe ich doch sehr!
Da der Verlag auf mehreren Messen Mappenschauen abgehalten hat, nehme ich stark an: Ja!


M: Was sich oft viele bei weiblichen Mangakas fragen: bist du schon vergeben?

F:
^^;; Ja, seit kurzem, sein Name ist Batschka und er kommt aus Korea!


M: Wie sehen deine Zukunftspläne aus? Erwartet uns ein dritter Teil von Losing Neverland?

F:
Sicher, sicher! Ich habe für 8 Bände unterschrieben, und die muss ich auch zeichnen. Daneben habe ich vor weiterhin Kinderbücher zu machen, 2 weitere sind da in Vorbereitung.


M. Wo finden demnächst deine nächsten Signierstunden statt?

F:
Könnt ihr auf meiner Homepage oder auf der Verlagsseite nachgucken, ich hab keine Ahnung!^^;;
Bestimmt irgendwo in eurer Nähe! ^____^ *KOMMT ALLE, EGAL WOHIN!*

M: Gibt es etwas was man dich nie in einem Interview fragen sollte?

F:
Da haben wir schon einiges übertreten!^^;;

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M: Ein letztes Wort an die Leser?

F:
^____^ Ich hoffe ihr unterstützt mich weiterhin, und ich werde im Gegenzug mein Bestes geben, um mich zu verbessern und die Story von Band zu Band spannender zu gestalten. Wer mich nach diesen Antworten für arrogant hält, sollte mich einfach einmal persönlich auf einer Messe besuchen, und sich vom Gegenteil überzeugen!^^;;
In Frankreich gab es auf der „Japan Expo“ sogar „Frauen-Thai-Boxen“ für alle, das sollte es auf jeder Con geben! Esst immer Salat und Kinderschokolade, da ist eine Extraportion Milch mit drin!
NO SHOTA FOR THIS PLANET!

M: Ich danke dir für dieses Interview und wünsche dir viel Erfolg!








http://fahrlight.free.fr - Fahrs Portfolio.
www.aacic.de.vu - Seite gegen Kinderpornografie im Comic.
www.butter-and-cream.com Verlagsseite.
www.losing-neverland.com LN Fansite.


Millus heißt im wirklichen Leben Miguel E. Riveros Silva und
arbeitet als Illustrator, Autor und Producer.
Zu seinen Kundenkreis gehören Endemol, Antwerpes Ag, Spickmich GmbH und viele andere.
Er produzierte das Musikvideo „Baby“ von Sabrina Setlur, zeichnet die Comicserie UNHEIMLICH beim Verlag Edition 52 und ist für die Illustrationen der SPICKMICH website verantwortlich.
Seit 2007 ist er offiziell bei ANIMEY dabei.
http://www.millus.org

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