Pluspunkte sammeln auch lebendige Figuren wie Mea, die ihre ganz eigene Art hat, zu sprechen. Die Entwicklung von G.C. im Laufe der Handlung ist ebenfalls authentisch. Man fragt sich nur, warum Joseph, genannt Jo, mit all seiner Sicherheit und den Infos, die er G.C. liefert, nicht selbst auf die Suche geht, wo Journalisten doch ebenfalls für ihre Recherche-Freudigkeit bekannt sind – er hingegen kommt also bislang als reine Funktionsfigur daher.
Aber Achtung: Wer nach dem Klappentext geht und eine richtige Geister-Geschichte erwartet, ist auf dem Holzweg. Bis jetzt. Fragt sich, wie es mit der Geschichte weitergeht.
Als Gegengewicht zu so vielen positiven Aspekten ist die häufige Nicht-Beachtung von Grammatikregeln aufgefallen. Bei zwei Autoren fällt der Grad gar enttäuschend aus – wo man doch meinen könnte, dass das Konzipieren und Zeichnen viel schwieriger ist, als spätestens hinterher im Duden nachzuschlagen oder ein vernünftiges Korrektorat zu verlangen. Wir als Redakteure müssen das einfach schade finden.
Der erste Teil von
Holy Blasphemy erschien im März 2010 zur Leipziger Buchmesse. Gerade arbeitet Sophie Kaldinski am zweiten Teil. Angekündigt ist auch bereits ein dritter Band. Dabei ist unklar, welche Aufgaben genau Jasmin Klier übernommen hat und zukünftig noch übernehmen wird.
FAZIT:
Holy Blasphemy ist keine Lektüre, die wahre Mystery-Fans packt, durchaus aber eine lustige, nahezu ausgereifte Geschichte. Mit sympatischem Helden, niedlichen Begleitern und genügend Authenzität. Ein Kauf, der sich für jeden lohnt, der sich gerne zum Schmunzeln bringen lässt. Wir jedenfalls hatten unseren Spaß und warten mit Vorfreude auf Band zwei.
Wir bedanken uns bei
Experienze für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars zu
Holy Blasphemy.
Holy Blasphemy © 2010 by Sophie Kaldinski und Jasmin Klier / Experienze, Kempten