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EINLEITUNG:
Naoko Takeuchis Shojo-Legende Sailor Moon (Bishojo Senshi Sailor Moon) zählt weltweit zu einer der erfolgreichsten Manga-Reihen. Sailor Moon ist eine der Serien, die für den großen Durchbruch der Manga im deutschsprachigen Raum sorgten. Selbst 17 Jahre nach der Veröffentlichung der Reihe im japanischen Magazin Nakayoshi wird es wohl kaum einen Manga-Fan geben, der noch nie etwas von Bunny und Co. gehört hat. Den Erfolg verdient dieses Werk zu Recht, wie ihr im nächsten Abschnitt erfahren werdet.
Bunny Tsukino ist ein ganz normales 14-jähriges Mädchen. Ihre bisherige Beschäftigung lag darin zu essen, zu schlafen und von ihrem Schwarm Motoki Furuhata zu schwärmen. Wäre da nicht der gemeine Highschool-Schüler Mamoru Chiba, der ihre gute Laune nur allzu gerne strapaziert. So kommt es dann auch nicht selten vor, dass sie anfängt, wie ein Schlosshund zu heulen.
Ihr Alltag verändert sich jedoch drastisch, nachdem sie von einer sprechenden Katze Namens Luna aufgesucht wird. Diese macht sie mit ihrer neuen Aufgabe vertraut, als Kriegerin der Gerechtigkeit, Sailor Moon. Als diese muss sie nun gegen das Königreich des Dunkeln antreten. Die dunkle Königin Perilla hat es nämlich auf die Energie der Menschen abgesehen und schickt ihre Diener los, um diese zu beschaffen. Natürlich ist sich »Heulsuse« Bunny ihrer Aufgabe anfangs noch nicht ganz bewusst und so bringt sie sich häufig in gefährliche Situationen. Doch Gott sei Dank eilt ihr dann der mysteriöse Tuxedo Mask zur Hilfe.
Schon bald bekommt Bunny tatkräftige Unterstützung von weiteren Sailor-Kriegerinnen. Sie müssen im Team zusammenarbeiten und so wächst das Band der Freundschaft zwischen den Mädchen stetig. Bunny stellt außerdem fest, dass der fiese Mamoru letztendlich eine größere Rolle in ihrem Leben einnehmen wird, als zuvor erwartet. Doch wird es Sailor Moon und ihre Gefährtinnen letztendlich gelingen das Böse zu besiegen?
Mit Bishojo Senshi Sailor Moon ist es Naoko Takeuchi gelungen, vielseitige und vor allem identifizierbare Charaktere zu erfinden und mit realistischen, mythischen aber auch märchenhaften Aspekten zu kombinieren. Denn neben der gefährlichen Aufgabe als Sailor-Kriegerin, bewältigt jeder der Hauptprotagonisten auch noch seine privaten Probleme. Diese sind dann meist Themen in Sachen Schule, Liebe und Freundschaft.
Takeuchi-sensei greift in ihrer Handlung auf mehrere mythologische Legenden und Märchen zurück. So findet man viele Übereinstimmungen aus der alten griechischen Mythologie über den König Endymion vom Elis, der Liebhaber der Mondkönigin Selena war. Das japanische Märchen Kaguya-hime no Monogatari wurde ebenso in die Handlung mir eingebaut. In diesem geht es um eine Prinzessin vom Mond, die Kaguya heißt. Auch andere Mangaka nutzten dieses Märchen als Vorlage. So zum Beispiel auch in Arina Tanemuras aktuellen Werk Prinzessin Sakura oder in Rumiko Takahashis Klassiker Inu Yasha. Selbst die Handlung der Abschlussbände basieren auf eine griechische Sage über Das Chaos. Aber auch bei der Namenswahl beweist die Mangaka sehr viel Phantasie und nimmt dabei wieder Bezug auf die von ihr ausgewählten Mythen. So wurden viele Charaktere nach Erdmineralien (z. B. Kunzit, Diamant), Göttern (z. B. Artemis, Luna) oder mythischen Gestalten (Endymion) benannt. Takeuchi-sensei nimmt jedoch auch Bezug auf christliche Symbole, wie den »heiligen Grahl«. Im Grunde findet man solche Zusammenhänge in der kompletten Serie. Man kann kurz und knapp sagen, dass Naoko Takeuchi zuvor eine sehr genaue Recherche geführt hat. |
Im Jahr 1992 wurde die gleichnamige Anime-Serie zu Reihe Sailor Moon in Japan erstmals ausgestrahlt. Dieser unterscheidet sich jedoch sowohl in der Handlung als auch in der Gestaltung. So hat Naoko Takeuchi in ihrer Manga-Reihe mehr Wert auf Dramatik und Romantik gelegt. Den von Toei Animation produzierten Anime unter der Regie von Junichi Sato dagegen hat man vor allem kinderfreundlich gestaltet. Während Charaktere wie Tuxedo Mask oder die Sailor Animamatis im Anime doch mehr zu Witzgestalten gemacht wurden, nehmen sie im Manga vielmehr eine seriöse Position ein. Die Rolle von »Mamoru Chiba« ist im Anime ab der dritten Staffel ebenfalls zu Nebensache geworden, während sie im Manga durchgängig zu eine der Wichtigsten gehörte.
1992 feierte die Serie im Magazin Nakayoshi ihr Debüt, welches zum Verlag Kodansha gehört. Im Jahre 2003 wurde eine neue Bishojo Senshi Sailor Moon-Edition mit überarbeiteten Seiten und neuen Cover-Illustrationen herausgegeben. Eine deutsche Veröffentlichung der Re-Edition ist bis zum jetzigen Zeitpunkt unwahrscheinlich, da Kodansha die Rechte an der Serie nicht herausgibt.
Die 18-teilige Sailor Moon-Manga-Reihe wurde Mitte der 90er Jahre hierzulande von EMA veröffentlicht. Inzwischen fehlt dem Verlag jedoch die Lizenz. Mit viel Glück bekommt man die Serie nur noch auf Tauschbörsen oder in Auktionshäusern. Auf die japanische Leserichtung wurde in der deutschen Fassung komplett verzichtet. Man hat diese der westlichen Leseangewohnheiten angepasst, was aber in der damaligen Zeit so üblich war. Auch ist zu bemängeln, dass Rechtschreibfehler keine Seltenheit waren. Die Originalnamen wurden teilweise auch nicht beibehalten. So wurde die Hauptprotagonistin Usagi Tsukino zu »Bunny Tsukino«. Sicherlich hat die Namensgebung auch etwas mit der Anime-Umsetzung zu tun, dank der die Protagonistin bereits vor dem deutschen Manga-Release unter dem Namen »Bunny« bekannt wurde.
FAZIT:
Naoko Takeuchis Sailor Moon ist hoch verdient eines der weltweit bekanntesten Shojo-Meisterwerke und gilt als Klassiker im Mädchen-Sektor der Manga Welt. Die Handlung kombiniert griechische Mythologie, Romantik und Dramatik auf einer märchenhaften aber auch realistischen Art und Weise miteinander. Für Shojo-Fans ist dieser Manga absolute Pflichtlektüre.
BISHOJO SENSHI SAILOR MOON © 1993 Naoko Takeuchi / Kodansha Ltd.
SAILOR MOON © 1998 Naoko Takeuchi / EGMONT EHAPA VERLAG GMBH
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