
Zumindest temporär wurde heute einem Teil der Scanlations-Szene der Riegel vorgeschoben. Aufgrund massiver Urheberrechtsverletzungen sowie der Förderung dieser und Bereicherung an selbigen schlossen die US-Behörden die Filehoster Megaupload und Megavideo.
Filehoster erlauben es Nutzern, große Datenmengen im Internet hoch- und runterzuladen. Auch der Onlinestream ist dort möglich. Megaupload und Megavideo wurden auch von Deutschlands größtem Scanlations-Anbieter zum illegalen Hochladen von Fansubs und Scanlations genutzt.
Übrigens sind zu großen Teilen keine Fans von Manga und Anime an der Verbreitung japanischer Kulturgüter beteiligt. Die Scanlations- und Fansub-Verbreitung arbeitet als riesige Industrie, die Urhebern immense Verluste und Anbietern millionenfache Gewinne einbringt (
wir berichteten). Letztere bereichern sich beispielsweise mittels Bannerschaltungen an den teilweise noch von Fans erstellten Fansubs und Scanlations, die ihre Bearbeitungen lediglich auf den Anbieter-Portalen hochladen.
Auch hierzulande lesen zahlreiche Konsumenten Manga ausschließlich im Internet, die dank der Verlage TOKYOPOP, EMA und CARLSEN MANGA! im deutschen Handle erhältlich sind. Besonders Scanlations der
Shonen Jump-Titel
One Piece,
Naruto und
Bleach werden massenhaft online gelesen, aber auch hierzulande erstveröffentlichte Manga wie Anike Hages
Gothic Sports-Reihe. Auch Fansubs, illegal übersetze und ins Internet gestellte Anime, werden in Deutschland in Massen geschaut. Zwar ist hier die Auswahl der hiesigen Releases kleiner, jedoch beziehen die Zuschauer auch Material von in Deutschland veröffentlichten Anime-Serien und -Movies. Weitere Informationen hierzu bietet die
Anime Copyright Allianz.